Es ist EURE Hochzeit, nicht nur ihre! Tipps für eine harmonische und gemeinsame Hochzeitsplanung ohne Streit

Zankende Kraniche in der Luft

Stress mit der Verlobten wegen eurer Hochzeitsplanung? Dann ist das wohl mindestens zu 50 Prozent deine Schuld, mein lieber Bräutigam. Mit ein paar Ratschlägen in diesem Artikel vermeidest du unnötigen Streit.

Es könnt alles so einfach sein, isses aber nicht!

Die deutsche Hip Hop Band FANTA 4 hat einen Song, da heißt es: „Es könnt‘ alles so einfach sein, isses aber nicht!“. Dieser Satz trifft auf die Hochzeitsplanung wie die Faust aufs Auge. Antrag gemacht – bäm! Tag ausgesucht, Verwandten & guten Freunden Bescheid gegeben – boom! Restaurant & DJ gebucht, den Bruder als Fotografen eingespannt & einmal „Ja“ sagen – bang! Hochzeit erledigt. Viele Männer denken so, was ihre eigene Hochzeitsplanung angeht. Aber nicht die Braut in spe. Die antwortet auf das „Es könnt alles so einfach sein“ des Mannes mit einem hysterischen „Isses aber nicht!“. Und Herr Bräutigam, ich sag dir jetzt mal was: sie hat recht! Denn an der Hochzeitsplanung ist nichts einfach. Es gibt viele Kleinigkeiten zu erledigen, viele Entscheidungen zu treffen, Fristen einzuhalten, Anbieter zu suchen, Ideen zu sammeln, Budgets zu erstellen etc. An all diesen Dingen hängt jeweils ein Rattenschwanz an To-Do’s. Eine Gästeliste zu erstellen hört sich einfach an. Ist es aber nicht:

Wen laden wir ein? Wo ziehen wir die Grenze? Wer ist beleidigt, wenn er nicht eingeladen wird? Welche +1 kommen, die wir nicht kennen? Haben wir alle Adressen für die Einladungen bzw. die Save-the-Date-Karten? Wie viele werden absagen? Wen können wir mit wem zusammensetzen? Wir brauchen eine Tabelle mit den Namen, Adressen und zu welcher Familie sie gehören, um einen Überblick zu behalten, auch für den Versand der Einladungen. Und die Namen müssen um Himmels Willen auch schon in der Tabelle richtig geschrieben sein! Heißt der Freund von Julia nun Stefan oder Stephan? Wer kümmert sich denn jetzt um die Adressensammlung?

Du siehst, auch bei so einfachen Dingen wie einer Gästeliste ist viel Arbeit zu machen. Um das zu erkennen, musst du dich aber auch intensiv damit beschäftigen und deine Verlobte nicht allein im Regen stehen lassen. Also ran an den Speck!

Beteilige dich an der Hochzeitsplanung – je früher, desto besser

Sobald du deiner Freundin den Antrag gemacht hast, beginnt bei ihr eine Uhr zu ticken. Der Count-Down zur Hochzeit hat begonnen. Für dich heißt das: Hilf ihr von Anfang an bei der Planung & Organisation. Zeig dein Interesse, tu‘ deine Meinung kund, lies die Blogbeiträge auf dieser Webseite und mach Vorschläge beziehungsweise äußere deine Wünsche, wenn du beispielsweise gern einen Foodtruck & Craftbier oder eine Whiskey- & Zigarrenbar bei der Hochzeit hättest. Denn nichts ist schwerer, als später in einen laufenden Organisationsprozess einzusteigen. Nicht nur für dich, weil du sehr viel an Informationen aufholen musst, sondern auch für sie, weil sie dir alles erklären muss, was für sie bereits selbstverständlich ist. Also besser gleich von Anfang an mit in die Planung & Organisation EURER Hochzeit einsteigen. Wenn aber der Zug schon abgefahren ist, weil du diesen Ratschlag zu spät gelesen hast, deine Verlobte sich mit der Organisation alleingelassen fühlt, gestresst ist, dich nervt und ihr streitet, dann gilt dennoch: Besser spät als nie! Also hol‘ auf und hilf ihr.

Nimm‘ die Aufgaben ernst

Wenn deine Verlobte dich bittet, mit ihr einen Fotografen zu suchen und diesen dann zu buchen, die Anzahlung zu leisten, den Leistungsvertrag zu unterschreiben etc., obwohl die Hochzeit erst in einem Jahr stattfindet, dann diskutier‘ nicht darüber, dass eh noch Zeit ist. Andernfalls ist ein Streit wegen der Hochzeitsplanung vorprogrammiert. Und du bist schuld. Denn deine Verlobte hat recht. Sie denkt sich das ja nicht einfach so aus, sondern sie hat diesbezüglich einfach einen Informationsvorsprung, weil sie sich im Internet oder auf dieser Webseite ausgiebig informiert. Die guten Hochzeitsfotografen mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis sind nämlich wirklich schon ein Jahr im Voraus ausgebucht. Sogar wir mussten uns bei der Hochzeit mit der dritten Wahl des Hochzeitsfotografen zufriedengeben, weil die ersten beiden bereits keine Zeit mehr hatten.

Egal, ob es um Fotografen, Einladungsdesigns, Brautkleid, Location, Blumendeko oder deinen Anzug geht: Wenn deine Verlobte die Chefplanerin ist und dir eine Aufgabe gibt, hör‘ auf sie und beweg‘ deinen Hintern, auch wenn die Woche im Job stressig war, dein Chef ein Arschloch ist und du diesen Freitagnachmittag noch beim Auto die Sommerreifen aufziehen wolltest…

Mach einen Schritt zurück und halt den Mund, wenn notwendig

Es gibt Dinge bei der Hochzeitsplanung, da ist deine Meinung als Mann nicht gefragt oder nicht nützlich. Welche das sind, lässt sich generell nicht sagen, weil das von Braut zu Braut verschieden ist. Oft sind solche Dinge naturgemäß das Brautkleid, die gesamte Deko, die Farbwahl und die Location. Anstatt also überall deinen Senf dazuzugeben und Dinge als unwichtig zu bezeichnen, tritt einen Schritt zurück und mach‘ dir bewusst: Viele Frauen träumen schon seit sie zehn Jahre alt waren von ihrer Traumhochzeit. Zerstör‘ ihnen diesen Traum nicht durch unüberlegte Äußerungen und reg‘ dich nicht darüber auf, dass zum Beispiel die Frage „Brautschleier oder kein Brautschleier?“ ein absolutes Drama sein kann. Dir mag das egal sein, aber für sie ist das wirklich wichtig. Verständnis, Mann! Verständnis, that’s all. Wenn du das beherzigst, steht einer harmonischen und gemeinsamen Hochzeitsplanung nichts im Weg.